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| 02.05.2026 / Uhltras |
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Landesliga Westfalen: Lüner SV - SV Dorsten-Hardt 2:2 (2:0) |
Die Flatter
Eingedenk des sicheren VfL-Klassenerhalts schlug Uhltra sr. Uhltra jr. letzten Sonntag auf dem Weg aus dem Ruhrstadion vor, mal wieder gemeinsam ein Amateurspiel zu verfolgen - ohne emotionale Anteilnahme, einfach nur so als Hintergrund für schöne Stunden an frischer Luft. Die Wahl fiel auf die Kampfbahn Schwansbell des Lüner SV, die für beide Uhltras einen neuen Ground darstellte. Von der Geschichtsträchtigkeit der Löwen hatte Uhltra jr. letzten Sommer eher zufällig bei einer Buchvorstellung zur zweitklassigen Regionalliga West erfahren. Sieben Spielzeiten lang spielte der Verein auf diesem Niveau, erstmals 1963. In diesem Jahr kam der Lüner SV auch bis ins Halbfinale der Deutschen Amateurmeisterschaft. 2026 war er lange auf dem besten Wege, die siebtklassige Landesliga als Staffelmeister nach oben zu verlassen, bekommt in den letzten Wochen aber die Flatter.
Heimat des LSV ist die 1952 errichtete Kampfbahn Schwansbell, die heute den Namen eines Sponsors trägt und demnächst modernisiert werden soll. Von den 11.000 Zuschauern aus dem Rekordspiel gegen den VfB Bottrop aus dem Jahr 1967 war die ausgeguckte Partie gegen den SV Dorsten-Hardt naturgemäß weit entfernt. Zudem wurde das Spiel auf dem Nebenplatz ausgetragen, wofür auch im Gespräch mit Locals kein Grund auszumachen war.
Die erste Chance des Tages hatten die im unteren Tabellenmittelfeld rangierenden Gäste, die sich in dieser Szene aber abschlußschwach zeigten. Die Löwen machten es besser, Danny Miguel Putzig dribbelte über rechts zum frühen 1:0. Den vermeintlichen Ausgleich durch Jan Luca Husmann pfiff der nach Ansicht beider Uhltras sehr gute Unparteiische Sven Wensing wegen eines Handspiels zurück (Bildbeleg unten), dann köpfte Tobias Hartmann eine Bananenflanke von links zum 2:0 in die Maschen. In nicht einmal einer Viertelstunde war also einiges los gewesen an der Kampfbahn Schwansbell, und der Lüner SV wäre gut beraten gewesen, die Intensität weiter hoch zu halten. Stattdessen überließ er Dorsten-Hardt die Initiative. Noch vor der Pause vergab der perfekt freigespielte Nico Glüsing den Anschlusstreffer, wie auch gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel, als er von halbrechts über das Lüner Tor schoss. Weitere zehn Zeigerumdrehungen später war es so weit: Alexander Brefort netzte eine Flanke von Lorenz Alsmann zum 2:1 ein. Kurz darauf jubelte Dorsten-Hardt schon wieder, doch die Fahne ging hoch. Die Gäste warfen nun alles nach vorne, was Lünen Konterchancen ermöglichte. Mehrmals passte sich der LSV ungeschickt ins Abseits, Sipan Uzun hatte kurz vor Ende der regulären Spielzeit Pech mit einem Pfostentreffer. Wie so häufig rächte sich all das, und der SV Dorsten-Hardt glich in der Nachspielzeit doch noch zum 2:2 aus. Nach einer Ecke war es unübersichtlich geworden im Löwen-Strafraum, es wurde Abseits reklamiert, aber das brachte natürlich nichts.
Mit dem Last-Minute-Punktverlust hält sich der Lüner SV zwar an der Tabellenspitze, hat aber ein Spiel mehr absolviert als die Konkurrenz aus Emsdetten und Burgsteinfurt.
Lüner SV: Rothkamm - Putzig, Mikuljanac, Wieczorek, Friesen (76.' Yılmaz) - Tekin, Rosowski - Çelebi (74.' Uzun), Delija (66.' El Yandouzi), Ogunsemore - Hartmann.
SV Dorsten-Hardt: Hirsch - Alsmann, Latifi (85.' Etemi), Husmann (70.' Ankomah-Kissi), Tewes (46.' Königshausen) - Scheuch (59.' Brefort), Diericks, Janning (46.' Vennemann), Kruppa - Goecke, Glüsing.
Tore: 1:0 (4.') Putzig, 2:0 (14.') Hartmann/ 2:1 (69.') Brefort, 2:2 (90.'+2) Diericks.
Schiedsrichter: Sven Wensing (DJK Eintracht Stadtlohn)
Zuschauer: 90 |
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| Fotos: pjg |
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